Es ist schon etwas befremdlich, wie die Medien in letzter Zeit agieren. Und doch fühlt man sich in Hinblick auf Tokio Hotel irgendwie wie bei "Und täglich grüßt das Murmeltier"...
Ein kurzer Rückblick:
Jahrelang war es gängige Praxis, vorwiegend negativ gefärbte Artikel über die Band zu verfassen. Es gehörte beinahe schon zum guten ton, eine eher Abwertende Meinung über sie zu verbreiten. Keiner wollte auch nur den Anschein erwecken, irgend welche Sympathien für die Band oder gar deren Mitglieder zu haben.Dann plötzlich, als das Album "Kings of suburbia" veröffentlich wurde, hatte sich das - zumindest Kurzzeitig - geändert. Die Tonalität war freundicher, die Band sei ja so schön erwachsen geworden. Man könne den Sound jetzt anhören, ohne erst das Benjamin Blümchen Hörspiel aus dem Player zu nehmen.
Ja und dann grätschte der Obermedienguru BILD wieder mit voller härte dazwischen. Diese hatte von verschieden Zahlen bezüglich verkaufter Alben und anstehender Klubtour Wind bekommen. Wie es für dieses Blatt üblich ist, natürlich möglichst aufreißerisch und sehr eigenwillig interpretiert. Und ZACK, sprangen alle anderen, die zuvor positiv über das Album geurteilt hatten, wieder mit auf und übernahmen die Interpretion der BILD. Als hätte ihnen jemand vor den Kopf geschlagen und sie daran erinnert, dass man einfach nicht gut über Tokio Hotel schreiben darf. "Mensch Leute, das geht aber auch wirklich nicht. Haben wir noch nie gemacht und ihr macht das schlechte Image, dass wir ihnen seit Jahren mühsam angearbeitet haben jetzt mit so lächerlich guter Berichterstattung gefälligst nicht kaputt!" Diesen Satz hat freilich niemand wirklich ausgesprochen. Man könnte es aber meinen.
Zum aktuellen Fall:
Wie wir ja bereits berichtet haben, liegen Tokio Hotel seit vergangenem Montag etwas im Klinch mit dem Berliner "Heimathafen". Warum, wieso und was da so genau vorgefallen ist wissen wohl nur die Band und die Location en detail. Ist auch gar nicht so wichtig.Viel krasser ist, was derzeit - schon wieder - für ein Medienreibach gemacht wird. Bitte nicht falsch verstehen, wir haben wirklich nichts dagegen, wenn auch mal fundiert negativ über Tokio Hotel geschreiben wird, wenn es eine entsprechende Grundlage gibt. Kritik ist nie falsch. Davon kann man immer lernen.
Die Welt online ist da aber etwas übers Ziel hinausgeschossen. Der Artikel wurde übrigens in der Kathegorie "Meinung" veröffentlicht. Meinungsfreiheit in allen Ehren, aber besagter Artikel grenz schon an Beleidigung! Der Autor vergleicht Tokio Hotel etwa mit "Rechtsradikalen in Brandenburg".
Recherchetechnisch ist der Artikel auch nicht besonders gut ausgearbeitet. Hat einer von euch auf irgend einer anderen Show dieser Tour irgendwas von Flammenwerfern gesehen? Diese, so der Artikel weiter wären in Berin natürlich auch verboten worden. Komisch nur, dass zumindest bei keiner der andern Venues eben diese Flammenwerfer zum Einsatz kamen.
Hier der Artikel der Welt.de in voller Länge
Und weil so schön ist, hier noch ein weiterer Links zu einem ähnlichen Artikeln. Lässt vermuten, dass all diese Medien das selbe Zugticket gelöst haben und eben auf den Wagong aufgesprungen sind. Wie gesagt: Und täglich grüßt das Murmeltier.
Schönen Murmeltiertag euch noch.
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